Termine

Plakat
Veranstaltung am 9.11.19

a) Familie Steinhardt
b) Programm der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Herrenberg
(siehe S. 20)

kzht.ak.te_reichsdeutsche_a.jpg (0,1  MB)
kzht.ak.te_reichsdeutsche_b.pdf (2,0  MB)

Quelle:
Foto: Marga Griesbach, Programmheft: Johannes Söhner
Samstag, 9.11.2019
Reichsdeutsche Häftlinge im KZ-Außenlager Hailfingen/Tailfingen
Vortrag von Volker Mall und Harald Roth

Die Reichspogromnacht am 9. November 1938 markiert den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und zum Holocaust. 23 der 601 im Jahr November 1944 von Stutthof ins KZ Hailfingen/Tailfingen transportierten Häftlingen werden im Natzweiler Nummernbuch als „Reichsdeutsche” (Nationalität R.D.) bezeichnet. Sie kamen also aus Deutschland oder Österreich. Weitere 12 Häftlinge stammen ebenfalls aus dem sog. Großdeutschen Reich und wurden nach ihrer Flucht ausgebürgert oder nahmen eine andere Staatsbürgerschaft an. Von diesen 35 Häftlingen haben nur fünf überlebt.
Volker Mall und Harald Roth schildern das Schicksal einiger dieser Häftlinge, z. T. mit neuen Forschungsergebnissen. Dazu kommen Ausschnitte aus Marga Griesbachs Lebensbeschreibung. Sie ist die Tochter des ersten Hailfinger Opfers und hat als Kind die Reichspogromnacht erlebt. Danach kam sie mit ihrer Familie nach Riga und von Stutthof auf den sogenannten Todesmarsch. Ihr Büchlein wurde von der Hailfinger Gedenkstätte übersetzt, bearbeitet und herausgegeben.

Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Spitalkirche Herrenberg, Tübinger Str. 4, 71083 Herrenberg
NICHT Stiftskirche (falsche Angabe im Programm der Evangelischen Erwachsenenbildung)
Eintritt: frei



Portrait Kuschel
Veranstaltung am 17.11.19

a) Karl-Josef Kuschel (Foto J. Kuhn, 2016)
b) Pressemitteilung

kzht.ak.te_kuschel_a.jpg (0,1  MB)
kzht.ak.te_kuschel_b.pdf (0,1  MB)

Quelle:
Foto: Johannes Kuhn, Pressemitteilung: Volker Mall
Sonntag, 17.11.2019
Antisemitismus und deutsche Demokratie
Vortrag von Karl-Josef Kuschel

Die Abwehr jedes Antisemitismus und der Einsatz für das Lebensrecht des Staates Israels – beides gehört zur Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland. Es sind Lernerfahrungen aus dem deutschen Nationalsozialismus und seiner mörderischen Vernichtungspolitik gegenüber Juden.
„Jede aktuelle Gewalttat gegen Juden ist ein Angriff auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens und auf unsere Verfassung. Angesichts des wachsenden Antisemitismus in Deutschland wird vielen bewusst: Demokratie ist kein Selbstläufer. Solange der Ungeist des Antisemitismus herrscht, gibt es keine Demokratie, und nur solange es Demokratie gibt, kann Antisemitismus in die Schranken gewiesen und mit den Mitteln des Rechtsstaates bekämpft werden.” (Kuschel)
Karl-Josef Kuschel, Professor i. R. der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Tübingen, lehrte dort von 1995 bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs. Seit 2012 ist er Kuratoriumsmitglied der „Stiftung Weltethos”. 2015 wurde er in den Stiftungsrat des Börsenvereins zur Vergabe des jährlichen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berufen und zum Präsidenten der Internationalen Hermann Hesse Gese1lschaft gewählt. Zahlreiche Veröffentlichungen zum interreligiösen Dialog und zu Religion und Literatur.

Zeit: Um 16 Uhr wird eine Einführung in die Ausstellung angeboten, um 17 Uhr beginnt die Veranstaltung.
Ort: Veranstaltung in der Ev. Kirche Tailfingen, 71126 Gäufelden-Tailfingen, Einführung in die Ausstellung im Rathaus Tailfingen (Hauptstr. 39, 71126 Gäufelden-Tailfingen)
Eintritt: frei






KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen